BALANE · Lagebild Mittelstand · Alle Branchen · DACH · Stand 4. Okt. 2026 · balane.de/de/insights
Lagebild Mittelstand · Bericht
Alle Branchen · DACH
Wie Betriebe über alle Branchen in DACH arbeiten, wo der Kundenweg hakt und was ansteht. Stand 4. Okt. 2026, Momentaufnahme unserer Recherche.
- 1.496
- Betriebe
- 1.313
- geprüft
- 415
- Fachbeiträge
- 404
- aktuelle Stellen
Das Wichtigste in Kürze
Ein Kunde trifft über alle Branchen in DACH im Schnitt auf 2,8 von 6 Hürden, bevor er etwas erledigt hat. 60 % der Betriebe haben drei oder mehr.
Kapitel 01In jedem dritten Betrieb mit belegter Führung leitet dieselbe Person seit mindestens 15 Jahren. Dort steht eine Übergabe an.
Kapitel 05Die Werkzeuge sind da, die Verbindung zum Kunden fehlt: 69 % arbeiten mit Microsoft 365, ein Kundenportal zeigen 4 %.
Kapitel 0341 % der Betriebe mit 50 bis 249 Beschäftigten nennen selbst eine Übergabe von Hand, bei großen Betrieben sind es 21 %.
Kapitel 04108 Betriebe suchen Leute fürs Büro, nur 11 davon lassen Kunden selbst etwas erledigen.
Kapitel 0299 % der Schweizer Betriebe schicken ihre Post über einen US-Anbieter, in Deutschland 70 %.
Kapitel 07
Ausgewählt nach Gewicht und Belastbarkeit; jede Aussage ist im Kapitel mit Nenner und Unsicherheit belegt.
Die Website als Briefkasten
Was kann ein Kunde auf der Website selbst erledigen?
Ein Kunde trifft im Schnitt auf 2,8 von 6 Hürden, bevor er etwas erledigt hat.
Wir zählen sechs Hürden, die man von außen sieht: kein Kundenbereich, nur eine Sammeladresse, ein Formular ohne Vorgangsnummer, Fax als Kontaktweg, veraltete Unterlagen und der eigene Hinweis, dass Aufträge von Hand übergeben werden. Über alle Branchen in DACH sind es im Schnitt 2,8 Hürden (95 %: 2,7 bis 2,8), gemessen an 1.258 Betrieben.
Am häufigsten ist kein Kundenbereich (64 %), gefolgt von nur eine Sammeladresse (62 %). Ohne jede sichtbare Hürde kommen 3 % der Betriebe aus.
Zwischen den Branchen reicht die Spanne von 2,1 Hürden (Logistik) bis 3,1 (Lohnfertigung). Dieser Abstand ist belastbar.
Schweizer Betriebe zeigen im Schnitt 2,2 Hürden, deutsche 2,9; ein Portal oder einen Shop haben 18 % in der Schweiz und 5 % in Deutschland.
Betriebe, die gerade Büropersonal suchen, zeigen im Schnitt 3,0 Hürden, die übrigen 2,9. Wer mehr Hürden hat, braucht mehr Leute, die Anfragen von Hand sortieren.
Unsere Lesart
Jede Hürde kostet Zeit auf beiden Seiten: Der Kunde ruft an, weil er nicht weiß, wo seine Anfrage steht, und im Betrieb sortiert jemand das Sammelpostfach. Hürden entstehen selten durch Absicht, sondern weil die Website nie Teil des Ablaufs war.
So gemessen
Startseite, Impressum, Kontakt- und Download-Seiten, regelbasiert gelesen. Gezählt wird nur, was belegt ist. Ein Betrieb ohne gefundene Hürde kann trotzdem welche haben, die wir nicht sehen. Band: 95 % aus der Verteilung.
Arbeit im Büro
Wen stellen die Betriebe ein, und warum?
108 Betriebe suchen Leute fürs Büro. Nur 11 davon lassen Kunden selbst etwas erledigen.
Über alle Branchen in DACH suchen 108 Betriebe zurzeit Personal für Innendienst, Auftragsabwicklung, Buchhaltung oder Projektsteuerung, zusammen 271 Stellen. 67 davon haben wir in den letzten Wochen erneut auf der Website bestätigt; die übrigen können inzwischen besetzt sein.
Unter diesen Betrieben arbeiten 71 % mit Microsoft 365, 38 % schreiben selbst, dass Aufträge von Hand übergeben werden, und 10 % bieten Kunden ein Portal oder einen Shop.
Übergabe von Hand bei Betrieben, die Büropersonal suchen: 38 % (± 9 Punkte), 19 Punkte mehr als bei Betrieben ohne Büro-Stelle (19 %). Der Abstand ist größer als die Messungenauigkeit.
Gesucht werden vor allem Auftragsabwicklung und Innendienst (70), Projektleitung (52), Bauleitung (39). Das sind genau die Aufgaben, in denen Anfragen, Aufträge und Rückfragen zusammenlaufen.
Unsere Lesart
Wer Innendienst und Auftragsabwicklung sucht, sucht meist Zeit. Ein guter Teil davon geht in Rückfragen, Abtippen und Weiterleiten, die ein Kunde mit einem klaren Ablauf selbst anstoßen könnte. Eine neue Stelle löst das Problem für heute, ein Ablauf auch für morgen.
So gemessen
Stellenanzeigen auf den Firmenseiten, nach Berufsbild eingeordnet und regelmäßig erneut geprüft. Betriebe ohne eigene Karriereseite fehlen. Selbstbedienung heißt: eigenes Kundenportal oder Shop gefunden.
Womit gearbeitet wird
Welche Systeme laufen, und was fehlt?
69 % arbeiten mit Microsoft 365. Ein Kundenportal zeigen 4 %.
Über alle Branchen in DACH haben wir 1.313 von 1.496 Betrieben auf Merkmale geprüft. 69 % der Betriebe mit erkanntem Mailweg nutzen Microsoft 365 (± 3 Punkte). Ein Kundenportal zeigen 4 %, die Lücke zwischen Werkzeug und Kundenweg beträgt 65 Punkte.
Mit der Größe wächst die Ausstattung: Ein Portal zeigen 4 % der Betriebe mit 10 bis 49 Beschäftigten und 15 % bei 250 und mehr. Im Schnitt erkennen wir 2,9 gegenüber 4,0 Systemen je Betrieb.
- Microsoft 365 · Mailbetrieb 692
- WordPress · Redaktionssystem 543
- Google Analytics · Reichweitenmessung 484
- IONOS Hosting · Hosting und Rechenzentrum 245
- Hetzner · Hosting und Rechenzentrum 153
- Borlabs Cookie · Formulare 144
- TYPO3 · Redaktionssystem 130
Unsere Lesart
Die Werkzeuge sind meist da: Mail in der Cloud, eine gepflegte Website. Was fehlt, ist die Verbindung zum Kunden und zwischen den Systemen. Daran hängt die Zeit, nicht an einer weiteren Software.
So gemessen
DNS-Einträge, Netzbetreiber, Zertifikatslogs und Website-Quelltext, gegen einen Systemkatalog geprüft. Ein internes System ohne Spur im Netz sehen wir nicht; ERP und CRM sind deshalb sicher unterschätzt.
Die Mitte arbeitet am meisten von Hand
Wie unterscheiden sich kleine, mittlere und große Betriebe?
41 % der Betriebe mit 50 bis 249 Beschäftigten schreiben selbst, dass sie Aufträge von Hand übergeben.
Ihre Größe nennen 285 Betriebe selbst, auf der Website oder im Register. Nur für diese Betriebe lässt sich nach Größe vergleichen.
Übergabe von Hand bei 50 bis 249 Beschäftigten: 41 % (± 9 Punkte), 20 Punkte mehr als Betriebe mit 250 und mehr (21 %). Der Abstand ist größer als die Messungenauigkeit.
Gegenüber kleinen Betrieben: 41 % (± 9 Punkte). Das liegt im Rahmen der Messgenauigkeit bei 10 bis 49 Beschäftigte (26 %).
Bei den Werkzeugen ist die Mitte dagegen fast auf dem Stand der Großen: Microsoft 365 nutzen 74 % gegenüber 67 %.
| 10 bis 49 | 50 bis 249 | 250 und mehr | |
|---|---|---|---|
| Übergabe von Hand | 26 % | 41 % | 21 % |
| Portal oder Shop | 4 % | 6 % | 15 % |
| Fernzugang | 4 % | 8 % | 15 % |
| ERP oder CRM genannt | 4 % | 9 % | 21 % |
| Microsoft 365 | 43 % | 74 % | 67 % |
| DMARC gesetzt | 68 % | 66 % | 76 % |
Unsere Lesart
Zu groß für Zuruf, zu klein für eine eigene IT-Abteilung. Die Mitte hat die Werkzeuge der Großen, aber nicht deren Abläufe. Genau dort entstehen die Übergaben per Mail, Tabelle und Telefon.
So gemessen
Größe nur, wo der Betrieb sie selbst nennt. Übergabe von Hand: Textbeleg auf der Website, etwa „Bestellungen bitte per Fax oder Mail an“.
Führung und Nachfolge
Wie lange führt dieselbe Person den Betrieb?
In 32 % der Betriebe mit belegter Führung leitet dieselbe Person seit mindestens 15 Jahren.
Für 154 Betriebe über alle Branchen in DACH kennen wir die vertretungsberechtigten Personen aus dem Handelsregister. In 49 davon ist dieselbe Person seit 15 Jahren oder länger im Amt, im Mittel 17 Jahre. 78 Betriebe haben in den letzten Jahren einen Wechsel eingetragen; dort ist die Übergabe schon gelaufen.
Naheliegend wäre, dass Betriebe vor einer Übergabe beim Kundenweg zurückliegen. Das zeigen die Daten nicht: 3,2 Hürden bei langer Führung, 3,3 bei jüngerer. Die Übergabe ist ein eigenes Thema, kein Zeichen für weniger Digitalisierung.
Die Aussage gilt für den Teil des Bestands mit Registertreffer und belegter Führung, 10 % aller Betriebe. Schweizer Betriebe sind darin kaum enthalten, weil das Handelsregister dort anders zugänglich ist.
Unsere Lesart
Wo eine Übergabe ansteht, steckt das Wissen über die Abläufe oft in einem Kopf: wer welchen Kunden kennt, wie ein Auftrag wirklich läuft, wo die Ausnahmen liegen. Was nicht aufgeschrieben oder in einem System abgebildet ist, geht mit.
So gemessen
Vertretungsberechtigte Personen laut Handelsregister, abgeglichen über Registernummer und Impressum. Registerangaben können veraltet sein; eine lange Amtszeit sagt nichts über Alter oder Pläne.
Was die Branchen lesen
Worüber schreibt die Fachpresse, und kommt es im Betrieb an?
51 von 142 Fachbeiträgen handeln von Digitalisierung. Beim Kunden kommt davon wenig an.
Im letzten Halbjahr haben wir 142 Fachbeiträge über alle Branchen gelesen und nach Thema eingeordnet. 51 davon handeln von Digitalisierung. Gleichzeitig bieten 7 % der 1.313 geprüften Betriebe ihren Kunden ein Portal oder einen Shop.
Am stärksten zugelegt haben Automatisierung (5 auf 11 % der Beiträge) und Kosten (4 auf 9 %). Bei 142 Beiträgen je Halbjahr ist keine dieser Bewegungen statistisch belastbar; sie zeigen eine Richtung, keinen Beweis.
Unsere Lesart
Es fehlt selten an Einsicht. Es fehlt an einem fertigen Ablauf, der ab Montag funktioniert, ohne dass jemand im Betrieb dafür ein Projekt führen muss. Worüber die Branche liest, ist ein guter Einstieg ins Gespräch über den eigenen Betrieb.
So gemessen
Fachmedien und Verbandsseiten je Branche, jeder Beitrag mit Quelle gespeichert und nach Thema und Art eingeordnet. Ein Beitrag kann mehrere Themen tragen. Mehr Meldungen je Quartal heißt auch: Wir lesen mehr Quellen.
Wo die Post liegt
Bei welchem Anbieter, in welchem Land liegt die Post?
99 % der Schweizer Betriebe schicken ihre Post über einen US-Anbieter. In Deutschland sind es 70 %.
Wo die Post eines Betriebs liegt, verrät der MX-Eintrag im DNS. 755 deutsche Betriebe haben einen erkennbaren Mailweg; 70 % davon nutzen einen Anbieter mit Sitz in den USA, meist Microsoft 365.
In der Schweiz: 99 % (± 2 Punkte), 29 Punkte mehr als Deutschland (70 %). Der Abstand ist größer als die Messungenauigkeit.
37 Betriebe betreiben Exchange im eigenen Haus. Auch das ist Software aus den USA, die Daten liegen aber im Betrieb. Wer die Post selbst betreibt, muss sie auch selbst aktuell halten (siehe Kapitel Sicherheit).
Unsere Lesart
Angebote, Zeichnungen und Kundendaten liegen damit beim selben Anbieter, oft ohne dass das jemand entschieden hat. Welche Abläufe im eigenen Land bleiben sollen, lässt sich bewusst festlegen, ohne Mehraufwand im Alltag.
So gemessen
MX-Einträge im DNS, Betreiber und Firmensitz des Mailanbieters. Nur Betriebe mit erkanntem Mailweg. Sagt nichts über Speicherorte innerhalb eines Anbieters oder über die Software im Haus.
Server ohne Updates
Wie aktuell sind die Mailserver im eigenen Haus?
10 von 19 sichtbaren Exchange-Servern bekommen keine Sicherheitsupdates mehr.
25 Betriebe im Bestand betreiben einen Exchange-Server erkennbar selbst. Bei 19 verrät der Server seine Version. 10 davon laufen mit Exchange 2013, 2016 oder 2019; für diese Versionen gibt es seit dem 14. Oktober 2025 (2013: seit April 2023) keine Sicherheitsupdates mehr. 9 sind auf die aktuelle Fassung Exchange SE umgestellt.
Die Zahl ist klein, deshalb zeigen wir keine Prozente und keine Aufteilung nach Branche. Sie zeigt aber ein Muster, das auch Behörden beschreiben.
- ⚠ Exchange 2013, ohne Support 1
- ⚠ Exchange 2016, ohne Support 7
- ⚠ Exchange 2019, ohne Support 2
- ✓ Exchange SE, aktuell 9
- Version nicht erkannt 6
Unsere Lesart
Ein Mailserver ohne Updates ist ein offenes Fenster, und die Umstellung steht ohnehin an. Wer jetzt umstellt, kann die Abläufe rund um die Post gleich mit ordnen: wer was bekommt, was automatisch weiterläuft, was liegen bleibt.
So gemessen
Version aus der öffentlichen Antwort des Servers. Microsoft-Lebenszyklus: Ende des Supports für Exchange 2016 und 2019 am 14.10.2025, für 2013 am 11.4.2023. Kein Eindringen, nur öffentlich sichtbare Kennungen.
Regionen im Vergleich
Arbeitet Luzern anders als Rosenheim?
Zwischen den Regionen liegen bei Microsoft 365 48 Punkte.
Wir vergleichen PLZ-Gebiete mit mindestens 30 Betrieben . Das sind 7 Gebiete; unser Bestand ist in Südbayern und der Zentralschweiz am dichtesten.
Microsoft 365 reicht von 43 % (DE-82 · um Gauting) bis 91 % (CH-60 · um Luzern). Der Abstand ist belastbar und spricht eher für regionale IT-Dienstleister als für eine Haltung der Betriebe.
Bei den Hürden auf dem Kundenweg liegen die Gebiete zwischen 1,9 und 3,1.
| Gebiet | n | Microsoft 365 | US-Mailanbieter | Redaktionssystem | Übergabe von Hand | Hürden |
|---|---|---|---|---|---|---|
| CH-60 · um Luzern | 138 | 91 % | 99 % | 39 % | 25 % | 1,9 |
| DE-83 · um Bad Aibling | 127 | 55 % | 58 % | 60 % | 12 % | 2,9 |
| DE-85 · um Unterschleißheim | 114 | 52 % | 56 % | 51 % | 8 % | 3,1 |
| DE-82 · um Gauting | 73 | 43 % | 51 % | 59 % | 5 % | 2,9 |
| DE-86 · um Schongau | 41 | 58 % | 61 % | 59 % | 8 % | 3,1 |
| CH-62 · um Sursee | 34 | 91 % | 100 % | 56 % | 44 % | 2,9 |
| DE-84 · um Obertaufkirchen | 34 | · | · | 70 % | · | 2,9 |
Unsere Lesart
Regionen unterscheiden sich weniger in der Haltung als in den Dienstleistern vor Ort: Wo ein IT-Haus die Gegend betreut, sehen die Betriebe einander ähnlich.
So gemessen
Nach den ersten zwei Ziffern der Postleitzahl, benannt nach dem häufigsten Ort. Unser Bestand ist nicht in allen Regionen gleich dicht; der Vergleich gilt nur zwischen den gezeigten Gebieten.
Was ansteht
Welche Regeln mit Stichtag kommen auf die Branchen zu?
23 Stichtage in den nächsten zweieinhalb Jahren, als Erstes die E-Rechnung ab 1. Jan. 2027.
Aus Fachbeiträgen und Verbandsseiten haben wir Regeln mit festem Stichtag erfasst und nach Gegenstand zusammengefasst. 8 davon fallen in die nächsten vier Monate: EU-Maschinenverordnung (20. Okt. 2026), Heizkostenverordnung (31. Dez. 2026), EU-Maschinenverordnung (1. Jan. 2027), E-Rechnung (1. Jan. 2027).
Unsere Lesart
Eine Frist ist ein guter Grund, einen Ablauf jetzt anzufassen statt nebenher. Bei der E-Rechnung etwa lässt sich der Rechnungseingang so umstellen, dass die Pflicht nebenbei erfüllt wird und das Abtippen wegfällt.
So gemessen
Regeln mit Stichtag aus Fachbeiträgen, mit Quelle erfasst. Keine Rechtsberatung; maßgeblich ist der Gesetzestext.
Selbstcheck
Sechs Fragen, eine Minute. Ihre Antworten bleiben in Ihrem Browser.
Wie viele Hürden hat Ihr Kundenweg?
Können Kunden auf Ihrer Website nichts selbst einsehen oder erledigen, etwa Aufträge, Termine oder Unterlagen?
Steht auf Ihrer Website nur eine allgemeine Adresse wie info@ statt Ansprechpartnern je Thema?
Bekommt eine Anfrage über Ihr Formular keine Vorgangsnummer, unter der der Kunde nachfragen kann?
Steht eine Faxnummer im Impressum oder auf der Kontaktseite?
Liegen auf Ihrer Website Unterlagen, die älter als drei Jahre sind?
Laufen Aufträge bei Ihnen per Fax, Mail oder Papier von Abteilung zu Abteilung?
Noch 6 Fragen.
Methode und Anhang
Woher die Zahlen kommen und was sie nicht sagen.
Wir lesen öffentlich zugängliche Quellen: Websites der Betriebe (Startseite, Impressum, Kontakt, Karriere), DNS und Mailweg, öffentliche Zertifikatslogs, Handelsregister und das Schweizer UID-Register, Stellenanzeigen sowie Fachmedien und Verbandsseiten je Branche. Jeder Fund ist mit Quelle gespeichert.
Der Bestand umfasst 1.496 Betriebe, vor allem aus Südbayern und der Zentralschweiz. Er ist unsere Recherche, keine repräsentative Stichprobe; Branchen und Regionen sind unterschiedlich dicht erfasst. Deshalb steht bei jeder Zahl der Nenner.
Anteile zeigen wir erst ab 30 Betrieben im Nenner, darunter als „x von n“. Zellen unter 3 Betrieben weisen wir nicht aus, Firmennamen nie. Jeder Anteil trägt ein 95-%-Band nach Wilson. Wir nennen einen Unterschied nur dann höher oder niedriger, wenn sich die Bänder nicht überlappen.
Nicht gefunden heißt nicht: nicht vorhanden. Ein internes System ohne Spur im Netz sehen wir nicht; ERP, CRM und Portale sind deshalb eher unterschätzt, Hürden eher vollständig, weil sie öffentlich sichtbar sind. Registerangaben können veraltet sein.
Der Worker misst täglich neu; diese Seite übernimmt die Werte stündlich. Ab dem zweiten Stichtag zeigen wir Verläufe.
Zahlenanhang: Alle Branchen · DACH
| Kapitel | Merkmal | Wert | n | 95 % |
|---|---|---|---|---|
| Die Website als Briefkasten | kein Kundenbereich | 64 % | 1258 | 61 bis 67 % |
| Die Website als Briefkasten | nur eine Sammeladresse | 62 % | 1258 | 59 bis 65 % |
| Die Website als Briefkasten | Formular ohne Vorgangsnummer | 53 % | 1258 | 50 bis 56 % |
| Die Website als Briefkasten | Fax als Kontaktweg | 57 % | 1068 | 54 bis 60 % |
| Die Website als Briefkasten | veraltete Unterlagen | 33 % | 1258 | 30 bis 35 % |
| Die Website als Briefkasten | Übergabe von Hand belegt | 17 % | 1258 | 15 bis 20 % |
| Arbeit im Büro | mit Microsoft 365 (unter Büro-Suchenden) | 71 % | 108 | 62 bis 79 % |
| Arbeit im Büro | Übergabe von Hand (unter Büro-Suchenden) | 38 % | 108 | 29 bis 47 % |
| Arbeit im Büro | Selbstbedienung (unter Büro-Suchenden) | 10 % | 108 | 6 bis 17 % |
| Womit gearbeitet wird | Microsoft 365 | 69 % | 952 | 66 bis 72 % |
| Womit gearbeitet wird | IONOS Mail | 11 % | 952 | 9 bis 13 % |
| Womit gearbeitet wird | STRATO Mail | 8 % | 952 | 7 bis 10 % |
| Womit gearbeitet wird | DMARC gesetzt | 60 % | 1313 | 57 bis 62 % |
| Womit gearbeitet wird | Übergabe von Hand belegt | 17 % | 1313 | 15 bis 19 % |
| Womit gearbeitet wird | Fernzugang | 5 % | 1313 | 4 bis 7 % |
| Womit gearbeitet wird | ERP genannt | 4 % | 1313 | 3 bis 6 % |
| Womit gearbeitet wird | Altsystem im Einsatz | 4 % | 1313 | 3 bis 5 % |
| Womit gearbeitet wird | Kundenportal | 4 % | 1313 | 3 bis 5 % |
| Womit gearbeitet wird | Website-System abgekündigt | 4 % | 1313 | 3 bis 5 % |
| Womit gearbeitet wird | CRM genannt | 3 % | 1313 | 2 bis 4 % |
| Die Mitte arbeitet am meisten von Hand | Übergabe von Hand, 10 bis 49 | 26 % | 69 | 17 bis 38 % |
| Die Mitte arbeitet am meisten von Hand | Übergabe von Hand, 250 und mehr | 21 % | 92 | 14 bis 30 % |
| Die Mitte arbeitet am meisten von Hand | Übergabe von Hand, 50 bis 249 | 41 % | 105 | 32 bis 51 % |
| Die Mitte arbeitet am meisten von Hand | Übergabe von Hand, unter 10 | 7 von 19 | 19 | · |
| Führung und Nachfolge | Führung seit 15+ Jahren | 32 % | 154 | 25 bis 40 % |
| Wo die Post liegt | US-Mailanbieter DE | 70 % | 755 | 67 bis 73 % |
| Wo die Post liegt | US-Mailanbieter CH | 99 % | 173 | 97 bis 100 % |
| Wo die Post liegt | US-Mailanbieter AT | 6 von 6 | 6 | · |
Externe Quellen
- KfW Research, Nachfolge-Monitoring Mittelstand 2025 (2025): Im Mittelstand waren 2025 bereits 57 % der Inhaber 55 Jahre oder älter, das sind über 2 Millionen Menschen. www.kfw.de/PDF/Download-Center/Konzernthemen/Research/PDF-Do
- KfW Research, Nachfolge-Monitoring Mittelstand 2025 (2025): Bis Ende 2029 streben rund 545.000 von 3,87 Millionen mittelständischen Unternehmen eine Nachfolge an, rund 109.000 im Jahr. www.kfw.de/PDF/Download-Center/Konzernthemen/Research/PDF-Do
- DIHK, Report Unternehmensnachfolge 2025 (2024): In den IHK-Beratungen 2024 erwogen 27 % der abgabewilligen Unternehmen eine Schließung, meist mangels Nachfolger. www.dihk.de/de/newsroom/unternehmensnachfolge-report-2025-15
- Dun & Bradstreet Schweiz (2025): In der Schweiz brauchen 13,7 % der KMU in den nächsten Jahren eine Nachfolgeregelung. www.dnb.com/de-ch/ueber-uns/news/nachfolge-kmu-schweiz-2025.
- Eurostat, isoc_cicce_use (2025): Von allen Unternehmen mit 10 bis 249 Beschäftigten beziehen 40 % in Deutschland ihre E-Mail als bezahlten Cloud-Dienst, in Österreich 39 %, in der EU 44 %. ec.europa.eu/eurostat/api/dissemination/statistics/1.0/data/
- Destatis, Pressemitteilung Nr. 416 vom 24.11.2025 (2025): Kostenpflichtige Cloud-Dienste nutzen 51 % der kleinen und 65 % der mittleren Unternehmen in Deutschland. www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/11/PD25_41
- BSI, Cyber-Sicherheitswarnung 2025-287772-1032 (2025): Nach dem Supportende liefen noch 92 % der rund 33.000 dem BSI bekannten Exchange-Server mit offenem Outlook Web Access auf Version 2019 oder älter. www.bsi.bund.de/SharedDocs/Cybersicherheitswarnungen/DE/2025
- CERT-Bund (BSI), 22.01.2026 (2026): Drei Monate nach dem Supportende erhielten 81 % dieser Server in Deutschland keine Sicherheitsupdates mehr. social.bund.de/@certbund/115938937277935516
- Microsoft Learn (2025): Microsoft hat den Support für Exchange Server 2016 und 2019 am 14. Oktober 2025 beendet. learn.microsoft.com/en-us/troubleshoot/exchange/administrati
- Bundesministerium der Finanzen, FAQ E-Rechnung (2025): Seit dem 1. Januar 2025 muss jedes inländische Unternehmen E-Rechnungen empfangen können; ausstellen müssen sie Unternehmen mit über 800.000 Euro Vorjahresumsatz ab 2027, alle ab 2028. www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/FAQ/e-rechnung.htm
- Bitkom, Presseinformation 03.12.2024 (2024): Kurz vor der Empfangspflicht konnten nur 45 % der Unternehmen ab 20 Beschäftigten E-Rechnungen empfangen. www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Weniger-als-die-Hael
- Eurostat, isoc_ciweb (2025): Eine Website mit Online-Bestellung, Reservierung oder Buchung haben 24 % der Unternehmen mit 10 bis 249 Beschäftigten in Deutschland, 29 % in Österreich, 22 % in der EU. ec.europa.eu/eurostat/api/dissemination/statistics/1.0/data/
- BFS, Indikator E-Commerce der Unternehmen (Quelle KOF) (2023): In der Schweiz verkauften 2023 rund 21 % der Unternehmen online, im Baugewerbe nur 6 %. dam-api.bfs.admin.ch/hub/api/dam/assets/36508619/master
- Bundesagentur für Arbeit, Fachkräfteengpassanalyse 2025 (2025): Büro- und Sekretariatskräfte sind laut Bundesagentur kein Engpassberuf: 0,83 von 3 Punkten bei einer Engpassschwelle von 2,0. statistik.arbeitsagentur.de/DE/Statischer-Content/Statistike
- Bundesagentur für Arbeit, Fachkräfteengpassanalyse 2025 (2025): Buchhaltung auf Expertenniveau (2,2 Punkte) und Steuerberatung (2,5) sind dagegen Engpassberufe. statistik.arbeitsagentur.de/DE/Statischer-Content/Statistike
- dmarcian, DMARC Adoption in Germany 2026 (2026): Selbst von den 250 umsatzstärksten deutschen Konzerndomains hatten 12 % keinen DMARC-Eintrag; nur 40 % wiesen gefälschte Mails ab. dmarcian.com/germany-dmarc-adoption/